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Gastritis: Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.

Gastritis kann mit Beschwerden wie Druckgefühl im Oberbauch, Magenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen verbunden sein. In diesem Artikel erfährst du, was hinter einer Magenschleimhautentzündung steckt, welche Ursachen infrage kommen und wie Diagnose und Behandlung ablaufen.

Gastritis: Das Wichtigste in Kürze

  • Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut. Sie kann akut oder chronisch verlaufen und unterschiedliche Ursachen haben.
  • Typische Beschwerden sind zum Beispiel Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit, Sodbrennen oder Erbrechen. Eine chronische Form bleibt dagegen oft lange unbemerkt.
  • Für die Diagnose werden unter anderem das Beschwerdebild, die Krankengeschichte und bei Bedarf eine Magenspiegelung herangezogen.
  • Zur Behandlung können je nach Ursache Medikamente, eine angepasste Ernährung und Veränderungen im Alltag gehören.
  • Wir empfehlen dir, Beschwerden im Magenbereich ärztlich abklären zu lassen und eine [Ernährungsumstellung](https://vitamoment.de/blogs/magazin/ernaehrungsumstellung) nur als einen Teil eines ganzheitlichen Blicks auf deinen Alltag zu sehen.

Beschwerden wie ein brennendes Druckgefühl im Magen, Magenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen können unterschiedliche Ursachen haben. Eine Gastritis ist eine davon.

Diese Entzündung der Magenschleimhaut kann für Betroffene eine belastende Situation im Alltag darstellen.

Hier erfährst du, was eine Gastritis ist, wodurch sie entsteht und wie Diagnose und Behandlung ablaufen.

1. Was ist eine Gastritis?

Bei einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist die Schleimhaut des Magens gereizt oder entzündet. Beim gesunden Menschen schützt dieser dünne Film aus zähflüssigem Schleim den Magen vor der Magensäure und Krankheitserregern. Bei einer Gastritis ist diese Schutzschicht beschädigt, sodass Entzündungen, Verletzungen oder Geschwüre die Folge sein können.

Eine Magenschleimhautentzündung kann dabei in zwei Formen auftreten:

  • Akute Gastritis: eine plötzliche, schwere Entzündung, die mit typischen Beschwerden einhergeht und nach einigen Tagen abklingt.
  • Chronische Gastritis: eine Entzündung, die oft jahrelang unbemerkt bleibt und unbehandelt zu Beschwerden führen kann.

Schätzungen zufolge bekommen etwa 20 % der Menschen im Laufe ihres Lebens eine akute Gastritis. Dabei nimmt die Wahrscheinlichkeit mit dem Alter zu.

2. Wie entsteht eine Gastritis?

Eine Magenschleimhautentzündung kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Dabei muss unterschieden werden, ob es sich um eine akute oder eine chronische Form der Gastritis handelt.

Entstehung einer akuten Gastritis

Eine plötzlich auftretende Entzündung der Magenschleimhaut wird durch folgende Faktoren begünstigt:

  • Falsche Ernährung (fettreiche, zuckerreiche und scharfe Speisen)
  • Magen-Darm-Infektionen
  • Übermäßiger Alkohol- oder Tabakkonsum
  • Einnahme von Medikamenten (z.B. nicht-steroidale Antirheumatika , wie Aspirin)
  • Stress (z.B. psychische Belastungen, Leistungssport)

Entstehung einer chronischen Gastritis

Eine chronische Magenschleimhautentzündung wird nach der Ursache ihrer Entstehung in

drei Typen eingeteilt:

  • Typ A Gastritis: eine Autoimmunerkrankung, bei der sich körpereigene Antikörper gegen die Zellen der Magenschleimhaut richten und diese bekämpfen. Grund hierfür ist eine Fehlsteuerung und Überreaktion des Immunsystems.
  • Typ B Gastritis: die meisten chronischen Entzündungen der Magenschleimhaut werden durch Helicobacter-pylori-Bakterien hervorgerufen. Dieses weltweit verbreitete Bakterium kann die Produktion von Magensäure stören, wodurch es zu einer Übersäuerung im Magen kommt. Die Folge sind Schädigungen von Magenwand und Magenschleimhaut.
  • Typ C Gastritis: diese chemisch-bedingte Gastritis wird durch eine langfristige Einnahme bestimmter Medikamente oder den Rückfluss von Gallenflüssigkeit in den Magen verursacht.

3. Was sind die Symptome einer Gastritis?

Eine chronische Magenschleimhautentzündung verläuft in der Regel symptomlos, weswegen sie oft lange unbemerkt bleibt. Im Verlauf der Erkrankung kann es jedoch zu Beschwerden, wie Blähungen, Schmerzen oder einem Völlegefühl nach dem Essen kommen.

Bei einer akuten Gastritis treten oftmals typische Beschwerden im Magen-Darm-Bereich auf:

  • Völlegefühl
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Verminderter Appetit
  • Sodbrennen
  • Aufstoßen
  • Mundgeruch
  • Übelkeit
  • Erbrechen

4. Wie erfolgt die Diagnose einer Gastritis?

Der Arzt oder die Ärztin wird dich zunächst über deine Beschwerden, mögliche Vorerkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten befragen. Anschließend wird deine Bauch- und Magenregion abgetastet, um mögliche Ursachen der Beschwerden besser einzuordnen.

Darüber hinaus können mittels einer Magenspiegelung der Magen und Darm untersucht werden, um Veränderungen an der Magenschleimhaut zu erkennen.

Eine Infektion mit Helicobacter-pylori-Bakterien kann mithilfe einer Gewebeprobe an der Magenschleimhaut oder einer Blutuntersuchung nachgewiesen werden.

5. Wie wird eine Gastritis behandelt?

Eine Magenschleimhautentzündung kann sowohl durch eine medikamentöse Therapie als auch durch eine Veränderung entzündungsfördernder Lebensstil-Faktoren behandelt werden.

Nichtmedikamentöse Behandlung

Entzündungsfördernde Lebensmittel und Stress können die Entstehung einer Gastritis begünstigen. Deshalb kann es sinnvoll sein, diese Faktoren möglichst zu reduzieren. Eine entzündungshemmende Ernährung und eine achtsame Lebensweise werden in diesem Zusammenhang häufig thematisiert.

Darmgesundheit

Der Magen-Darm-Trakt ist ein komplexes System, in dem viele Faktoren zusammenspielen. Bei wiederkehrenden Beschwerden im Verdauungsbereich sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Entzündungshemmende Ernährung

Entzündungsfördernde Lebensmittel können die Magenschleimhaut zusätzlich reizen. Deshalb wird oft empfohlen, besonders stark verarbeitete oder individuell schlecht verträgliche Lebensmittel zu reduzieren. Dazu zählen in erster Linie folgende Lebensmittel:

  • Raffinierter Zucker
  • Nahrungsmittel aus Weizenmehl
  • Tierische Milch und Milchprodukte
  • Stark verarbeitete Fertigprodukte
  • Frittierte und panierte Speisen
  • Alkohol
  • Kaffee

Im Zusammenhang mit einer Gastritis wird häufig eine antientzündliche Ernährung besprochen. Der Fokus liegt dabei auf unverarbeiteten Lebensmitteln, viel Gemüse, hochwertigen Eiweißquellen, gesunden Fetten und vielen Ballaststoffen.

Auch einige Gewürze, wie Ingwer oder Kurkuma, spielen in vielen Ernährungsweisen eine Rolle und werden im Zusammenhang mit einer bewussten Ernährung häufig genannt.

Ernährungstagebuch

Wenn du den Verdacht hast, dass deine Magen-Darm-Beschwerden durch bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst werden, kann ein Ernährungstagebuch helfen. Dort schreibst du für einige Tage oder Wochen auf, welche Lebensmittel du wann gegessen hast und kannst so herausfinden, welche Lebensmittel dir guttun, und welche nicht.

Mit der Zeit entwickelst du ein Bewusstsein über die Nahrungsmittel, die bei dir Symptome auslösen und kannst diese gezielt reduzieren oder komplett vermeiden.

Stressreduktion

Stress kann Beschwerden im Magen-Darm-Bereich beeinflussen. Gerade, wenn du regelmäßig mit Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zu tun hast, kann es sinnvoll sein, auf ausreichend Erholung im Alltag zu achten.

Plane dir konkrete Zeiten ein, in denen du dich um dich selbst und deinen Körper kümmerst. Finde dabei heraus, was dir persönlich hilft, dich zu entspannen. Das können ein Spaziergang, ein Buch oder ein heißes Bad sein. Bei akuten Beschwerden im Bauchbereich können dir ein Bauchwickel oder eine Wärmflasche helfen.

Mehr zum Thema Magnesium findest du in unserem Artikel über Magnesium.

Medikamentöse Behandlung

Bei länger anhaltenden oder sehr starken Beschwerden können Medikamente zur Behandlung der Magenschleimhautentzündung eingesetzt werden. Folgende Wirkstoffe werden in der Arztpraxis häufig verschrieben:

  • Aluminium- oder Magnesiumhydroxid zur Neutralisation der Magensäure
  • H2-Rezeptor-Antagonisten hemmen die Bildung der Magensäure.
  • Protonenpumpenhemmer: Hemmen die Magensäure-Bildung

Bei einer Infektion mit Bakterien kann zusätzlich die Einnahme von Antibiotika verordnet werden.

Fazit

Eine Magenschleimhautentzündung kann für die Betroffenen unangenehme Folgen haben und den Alltag stark einschränken.

Oft gehören eine angepasste Ernährung, ausreichend Erholung und eine ärztliche Abklärung zu den wichtigen Bausteinen im Umgang mit einer Gastritis. Auch eine langfristige Ernährungsumstellung kann im Alltag eine Rolle spielen.

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