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PCO-Syndrom: Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.

Das PCO-Syndrom ist eine hormonelle Erkrankung, die mit Zyklusveränderungen, unerfülltem Kinderwunsch und weiteren körperlichen sowie psychischen Beschwerden einhergehen kann. Der Beitrag gibt einen Überblick über Symptome, mögliche Ursachen, die Diagnose und medizinische Behandlungsmöglichkeiten.

PCO-Syndrom: Das Wichtigste in Kürze

  • Das PCO-Syndrom ist eine hormonelle Erkrankung, die mit Zyklusveränderungen, unerfülltem Kinderwunsch und weiteren Beschwerden einhergehen kann.
  • Für die Diagnose werden vor allem Blutuntersuchungen und Ultraschall eingesetzt. Je nach Situation können weitere Untersuchungen sinnvoll sein.
  • Auch Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung, Körpergewicht und Stress werden im Zusammenhang mit dem PCO-Syndrom häufig betrachtet.
  • Da Ursachen, Verlauf und Begleiterkrankungen individuell unterschiedlich sein können, ist eine ärztliche Einordnung besonders wichtig.

Das PCO-Syndrom (PCOS) ist eine ernstzunehmende Erkrankung bei Frauen.

Zu den gängigen Behandlungsmöglichkeiten des PCO-Syndroms zählen vor allem medizinische Maßnahmen sowie Veränderungen des Lebensstils.

Hier erfährst du, woran du das PCO-Syndrom erkennst, wie es entsteht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

1. Was ist das PCO-Syndrom?

Das polyzystische Ovarial-Syndrom ist eine Erkrankung, die bei schätzungsweise 5 bis 12 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter auftritt. Es entstehen kleine Eibläschen auf den Eierstöcken, sogenannte polyzystische Ovarien, was zu einem unerfüllten Kinderwunsch führen kann.

Im komplexen Hormonsystem entsteht ein Ungleichgewicht, wenn von einem Hormon zu viel oder zu wenig vorhanden ist. Beim PCOS ist zu viel vom Hormon LH (luteinisierendes Hormon) und zu wenig FSH (follikelstimulierendes Hormon) vorhanden. Dieses Ungleichgewicht führt zu einem Anstieg an männlichen Hormonen (Androgene) bei der Frau. Dies wiederum kann einen erhöhten Östrogenspiegel zur Folge haben, insbesondere, wenn viel Fettgewebe vorhanden ist.

2. Welche PCOS-Symptome können auftreten?

Das PCO-Syndrom ist eine Hormonstörung, deren Krankheitsbild sich durch diverse Symptome zeigt.

Zu den möglichen Anzeichen des PCOS gehören unter anderem:

  • Ausbleiben des Eisprungs
  • Zyklusstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Hautveränderungen wie Akne
  • Veränderungen der Haardichte wie Haarausfall
  • Zunahme an Körperbehaarung (z.B. an der Oberlippe)
  • höheres Körpergewicht
  • psychische Belastungen
  • Depressionen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • erhöhtes Risiko für Frühgeburten

3. PCO-Syndrom: Lebenserwartung der Betroffenen

Neueste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen mit polyzystischem Ovarialsyndrom ein 47 Prozent erhöhtes Risiko haben, in jüngeren Jahren zu sterben, verglichen mit Menschen ohne diese Erkrankung.

Hierbei untersuchten die Forschenden die Lebensdauer von über 80.000 Frauen, darunter waren rund 12 Prozent vom PCO-Syndrom betroffen. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen mit PCOS deutlich jünger verstarben als die Kontrollpersonen. Zusätzliche Analysen ergaben, dass insbesondere Diabetes mellitus Typ 2, Erkrankungen des Kreislaufsystems und Bronchitis die Sterblichkeit bei Frauen mit PCOS erhöhen.

So ist also nicht das PCO-Syndrom selbst, sondern vielmehr damit einhergehende weitere Erkrankungen für die geringere Lebenserwartung verantwortlich.

4. Wie entsteht das PCO-Syndrom?

Die genauen Ursachen für das hormonelle Ungleichgewicht des PCO-Syndroms werden bisher noch diskutiert. Eine Rolle könnte eine genetische Veranlagung spielen. Weitere Faktoren zur Entstehung von PCOS könnten Übergewicht, falsche Ernährung oder mangelnde Bewegung spielen.

Entstehung von PCOS durch Schilddrüsenerkrankungen

Es könnte eine Verbindung von polyzystischen Ovarien zu Schilddrüsenveränderungen geben. Studien beschreiben Zusammenhänge zwischen beiden Bereichen.

Entstehung von PCOS durch Herpes-Viren

Eine Studie untersuchte zudem den Zusammenhang zwischen PCOS und dem Epstein-Barr-Virus, das im Zusammenhang mit Herpes steht. Die Forschenden zeigten, dass chronische Entzündungen den Hormonstoffwechsel beeinflussen und so zur Entstehung von PCOS beitragen könnten.

5. Wie erfolgt die Diagnose des PCO-Syndroms?

Zur Diagnose des PCO-Syndroms kommen folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Bluttest: hierbei wird der Spiegel männlicher und anderer Hormone im Blut gemessen.
  • Ultraschall: hierbei können Zysten, Tumore und andere Auffälligkeiten in den Eierstöcken erkannt werden. Tumore können die Produktion männlicher Hormone steigern und so zu PCOS-ähnlichen Symptomen führen. Die gängige Methode ist der transvaginale Ultraschall, bei dem das Innere der Gebärmutter betrachtet werden kann.

Zusätzlich können Kriterien untersucht werden, die mit PCOS einhergehen. Dazu gehören die Biopsie der Gebärmutterschleimhaut, um eine Krebserkrankung zu erkennen sowie die Messung des Blutdrucks, des Blutzuckerspiegels und des Lipidspiegels. Darüber hinaus können bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen oder CT) Hinweise auf koronare Herzerkrankungen geben. Ein weiteres Begleitsymptom von PCOS sind Depressionen und Angstzustände. Diese können ebenfalls ärztlich untersucht werden.

6. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Auch wenn das polyzystische Oversyndrom noch nicht vollständig erforscht ist, gibt es einige medizinische und alltagsbezogene Ansätze, die je nach individueller Situation eine Rolle spielen können. Generell ist es wichtig, mögliche Maßnahmen immer mit einem Arzt bzw. einer Ärztin abzusprechen.

Medikamente bei PCOS

Viele Ärzte und Ärztinnen verordnen Medikamente, um die Symptome bei Frauen mit PCO-Syndrom zu behandeln. Dazu gehören Hormonpräparate, Cortison sowie Medikamente, wenn bestimmte Begleiterkrankungen vorliegen. Leider bringen viele davon Nebenwirkungen mit sich.

Aktuellste Studien beschäftigen sich unter anderem mit Inositol im Zusammenhang mit PCOS. Die Forschung untersucht dabei verschiedene hormonelle und stoffwechselbezogene Parameter.

Gewicht im Blick behalten

Polyzystisches Ovarialsyndrom und steigendes Übergewicht können sich gegenseitig beeinflussen. Deshalb spielt das Körpergewicht bei PCOS in vielen medizinischen Empfehlungen eine wichtige Rolle.

Verschiedene wissenschaftliche Studien beschäftigten sich bereits mit den Effekten einer Gewichtsveränderung auf den Verlauf des PCOS.

Zu den wichtigsten Maßnahmen für eine langfristige Gewichtsregulation gehören insbesondere häufige körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährungsumstellung.

Östrogen-beeinflussende Faktoren beachten

Alles, was den Östrogen-Anteil beeinflusst und zu einer Östrogen-Dominanz beitragen kann, wird im Zusammenhang mit hormonellen Beschwerden immer wieder diskutiert. Dazu gehören unter anderem

  • pestizidbelastete Lebensmittel
  • Fleisch aus Massentierhaltung
  • diverse Medikamente
  • Mikroplastik
  • Schwermetalle (z. B. in Fisch)

Auch die Anti-Baby-Pille wird in diesem Zusammenhang häufig thematisiert, da sie in den Hormonhaushalt eingreift.

Ein wiederholt deutlich erhöhter Blutzuckerspiegel sowie der daraus resultierende höhere Insulinspiegel durch Weißmehl und gezuckerte Produkte können Übergewicht begünstigen.

Gesunde Lebensmittel wählen

Eine kohlenhydrat-moderate sowie eine fett- und eiweißbetonte Ernährung werden bei PCOS häufig thematisiert. Ballaststoffe, viel Gemüse und frisch geschrotete Leinsamen können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein und lange sättigen.

Darmgesundheit beachten

Auch die Darmgesundheit wird im Zusammenhang mit hormonellen Themen immer wieder diskutiert.

Eine gesunde Darmflora lässt sich vor allem durch eine ausgewogene Ernährung und einen insgesamt gesundheitsbewussten Lebensstil unterstützen.

Stress reduzieren

Permanenter Stress kann die Beschwerden eines PCO-Syndroms verstärken. Ein gutes Stressmanagement mit ausreichend Ruhe und Entspannung kann im Alltag unterstützend sein. Gut geeignet sind Meditationen und Atemübungen, aber auch Yoga oder lange Spaziergänge.

Nährstoffversorgung einordnen

Eine gute Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen ist für die allgemeine Gesundheit wichtig.

Magnesium und Zink bei PCOS

Sowohl Magnesium als auch Zink werden im Zusammenhang mit entzündungshemmenden und antioxidativen Ernährungsweisen häufig genannt. Eine iranische Studie untersuchte die Auswirkung der beiden Nährstoffe auf bestimmte Laborparameter im Zusammenhang mit PCOS.

Omega 3 bei PCOS

Omega-3-Fettsäuren werden im wissenschaftlichen Kontext auch im Zusammenhang mit PCOS untersucht. Studien befassten sich mit körperlichen Parametern bei Frauen mit PCOS.

Vitamin D bei PCOS

Verschiedene wissenschaftliche Daten zeigten einen Zusammenhang von Vitamin D mit PCOS.

7. Unser Fazit zum Thema PCO-Syndrom

Das polyzystische Ovarsyndrom kann mit verschiedenen körperlichen und psychischen Belastungen einhergehen. Durch ein Hormonungleichgewicht kommt es zum Anstieg männlicher Hormone im weiblichen Körper.

Da die Erkrankung derzeit noch erforscht wird, ist eine individuelle medizinische Einordnung besonders wichtig. Eine Rolle spielen dabei unter anderem die Diagnose, mögliche Begleiterkrankungen sowie passende medizinische und alltagsbezogene Maßnahmen.

Auch Themen wie Ernährung, Körpergewicht, Stress und Darmgesundheit werden im Zusammenhang mit dem PCO-Syndrom häufig betrachtet.

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